Jeden Tag wartete ein neues Handtuchtier in unserer Kabine auf uns. Was genau es darstellen sollte, war mir nicht immer ganz klar – aber allein die Geste fand ich toll. Unser Housekeeper war immer gut gelaunt, hat gestrahlt, mit uns geredet und uns einen schönen Tag gewünscht. Fünf Sterne von mir.
Und irgendwie beschreibt das meine zwölf Nächte auf der Carnival Splendor ziemlich gut: Die Menschen an Bord und das Entertainment haben mich positiv überrascht. Bei anderen Dingen sah es dagegen ganz anders aus.
Vor allem das Essen hat meine Erfahrung deutlich getrübt. Dazu kamen eine Matratze, die mich in der dritten Nacht freiwillig auf die Couch meines Sohnes getrieben hat, und einige Abläufe, bei denen ich mir eine bessere Kommunikation gewünscht hätte.
Die vielen Seetage waren dagegen überhaupt nicht das Problem. Vor der Reise hatte ich sie bewusst als entspannte Tage eingeplant – und langweilig wurde uns auf der Carnival Splendor tatsächlich nie.
Wir waren im Juli 2026 zwölf Nächte ab Sydney unterwegs, mit Stopps in Noumea, Lautoka und Dravuni Island. Mystery Island musste wegen des Wellengangs ausfallen.
Hier kommt deshalb kein Hochglanz-Schiffsporträt, sondern unsere Erfahrung nach zwölf Nächten an Bord.
Schiffsrundgang
Wer bisher hauptsächlich mit deutschen Reedereien unterwegs war, merkt ziemlich schnell: Auf der Carnival Splendor läuft einiges anders.
Auf unserer Reise waren sehr viele Australier an Bord. Und die habe ich als ausgesprochen offen erlebt. Egal, wo wir uns hingesetzt haben – es dauerte meistens nicht lange, bis wir mit jemandem ins Gespräch kamen.
Auch beim Entertainment merkt man den Unterschied. Carnival ist lebhaft, bunt und ziemlich unterhaltungsorientiert. Trotzdem habe ich das Schiff nicht als unangenehm laut empfunden.
Wer möchte, kann bei Shows, Quiz, Spielen und Motto-Partys gefühlt von morgens bis abends beschäftigt sein. Wer darauf keine Lust hat, findet aber genauso seine ruhigeren Ecken. Eine Liege am Pool haben wir übrigens eigentlich immer bekommen.
Im Alltag ging es ziemlich leger zu, insbesondere im Buffetrestaurant. Für das À-la-carte-Restaurant war gehobene Freizeitkleidung passend.
Auf unserer zwölf Nächte langen Reise gab es außerdem eine Formal Night – und die wurde von einigen Gästen wirklich ernst genommen. Von schicken Kleidern bis zu richtigen Ballkleidern war alles dabei.
Dazu kamen jede Menge Motto-Partys: Black & White, 80er, Grinch und weitere Themen. Gerade diese Veranstaltungen gehören für mich ziemlich eindeutig zum Carnival-Erlebnis.
Dass „Christmas in July“ nicht nur in Sydney gefeiert wird, haben wir schon beim Check-in gemerkt. Die Crew trug Grinch-Shirts, Weihnachtskugeln auf dem Kopf und überall tauchte Weihnachtsdeko auf.
Auch an Bord ging es weiter: Weihnachtsbaum in der Lobby, Weihnachtsmusik und sogar Grinch-Kekse und -Muffins.
Mit Weihnachten im Juli hatte ich vorher nicht unbedingt gerechnet – aber genau solche Dinge machen die Atmosphäre auf dem Schiff aus.



Mit unserer Balkonkabine war ich grundsätzlich zufrieden. Sie war bei unserer Ankunft bereits fertig und wir konnten direkt hinein.
Die Kabine war angenehm geräumig und hatte erstaunlich viel Stauraum. Auch im Bad gab es genügend Ablageflächen.
Für unseren Sohn war die Couch ziemlich genial: Sie ließ sich zu einem Etagenbett umbauen und damit hatte er praktisch eine Schlaf- und eine Spielebene.
Technisch merkt man der Carnival Splendor ihr Alter dagegen an.
In unserer Kabine gab es gerade einmal zwei Steckdosen: einmal 220 Volt und einmal 115 Volt. Keine davon befand sich am Bett. Dank meines internationalen Adapters konnten wir immerhin beide nutzen. Nachttische gab es ebenfalls nicht.
Einen internationalen Reiseadapter würde ich auf der Carnival Splendor definitiv einpacken.
Mein größtes Problem mit der Kabine war allerdings die Matratze.
Sie war für mich so unbequem, dass ich in der dritten Nacht einen Deal mit meinem Sohn ausgehandelt habe: Er durfte ins große Bett – und ich auf seine Couch.
Wenn die ausgezogene Kindercouch plötzlich wie ein Upgrade wirkt, sagt das vermutlich genug über die Matratze.
Am ersten Seetag kam morgens gegen 9:30 Uhr noch die Balkonreinigung dazu. Mit entsprechendem Lärm direkt vor unserem Bett. Das Timing hätte für mich durchaus etwas später sein dürfen.
Nach zwölf Nächten hätte ich nicht gedacht, dass ich mich in Sydney einmal vor allem auf eines freuen würde: normales Essen. Aber genau so war es.
Und weil Essen extrem subjektiv ist, direkt vorweg: Das ist unsere Erfahrung auf genau dieser Reise im Juli 2026. Daraus würde ich nicht ableiten, dass Carnival grundsätzlich schlechtes Essen anbietet.
Die Auswahl im Buffetrestaurant fand ich überraschend klein. Am ersten Abend war das Essen okay, allerdings war die Schlange lang. Auch beim Frühstück blieb die Auswahl überschaubar.
An einem mexikanischen Abend gab es beispielsweise vielleicht sechs oder sieben Gerichte zur Auswahl.
Wenn man Buffetrestaurants von AIDA oder Mein Schiff gewohnt ist, ist das schon eine Umstellung.
Das À-la-carte-Restaurant ist im Reisepreis enthalten und bietet ein Drei-Gänge-Menü. Unser Abend dort war leider ein kompletter Reinfall.
Meine Gerichte kamen kalt. Das Steak war nicht nur kalt, sondern auch stark durchwachsen. Dazu ein paar Gemüsestückchen und eine sehr überschaubare Portion Kartoffelbrei.
Danach hatte ich wenig Motivation, das Restaurant noch einmal auszuprobieren – auch nicht zum Frühstück.
Es gab allerdings auch Positives.
Der Burger-Imbiss hat uns richtig gut gefallen. Den Burger holt man an der Station ab und kann ihn anschließend selbst mit verschiedenen Zutaten belegen. Den würde ich tatsächlich wieder nehmen.
Mit dem kostenlosen Kaffee im Buffetrestaurant bin ich nicht warm geworden. Irgendwann habe ich mir lieber einen Kaffee an der Bar gekauft.
Kostenlos gab es den ganzen Tag Kaffee, Tee, Zitronenlimonade und Eistee im Restaurant.
Getränkepakete wurden ebenfalls angeboten. Wir haben keines gebucht – zum einen fand ich die verschiedenen Varianten zunächst ziemlich unübersichtlich, zum anderen waren sie uns schlicht zu teuer. Vermisst haben wir ein Paket während der Reise nicht.
Wenn ich das Essen unserer Reise auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten müsste, wäre ich bei 4 von 10. Mein Sohn war etwas gnädiger und hätte eine 5 gegeben.
Ein Mitreisender erzählte uns, dass er diese Route bereits zwei Jahre zuvor gefahren sei und den Service damals deutlich besser erlebt habe. Das ist natürlich seine persönliche Erfahrung, zeigt für mich aber auch, warum ich aus unserer einen Reise kein grundsätzliches Urteil über Carnival ableiten möchte.
Vor der Reise haben mich die vielen Seetage überhaupt nicht abgeschreckt. Im Gegenteil: Ich hatte sie eher als entspannte Tage eingeplant.
Und an mangelnder Beschäftigung ist es auf der Carnival Splendor definitiv nicht gescheitert.
Das Tagesprogramm ist teilweise so voll, dass man eher überlegen muss, was man nicht macht.
Comedy, Quiz, Spiele, Live-Musik, Shows, Poolprogramm und Motto-Partys – dazu die Wasserrutschen und weitere Angebote an Bord.
Wir haben längst nicht alles genutzt und uns trotzdem nie gelangweilt.
Schon am ersten Abend haben wir uns die Willkommensshow angesehen. Später folgten unter anderem Comedians, ein Musical, „Deal or No Deal“ und ein Song Contest, bei dem zwei Gruppen gegeneinander antraten.
Gerade nach dem ausgefallenen Stopp auf Mystery Island habe ich gemerkt, wie gut die Entertainment-Crew darin ist, Stimmung zu machen.
Die Cruise Managerin organisierte spontan zusätzliches Programm – und irgendwann war selbst meine ziemlich schlechte Laune wieder besser. Das muss man Carnival lassen: Entertainment können sie.
Unser Sohn war von der Wasserlandschaft direkt begeistert. Besonders die Rutschen waren für ihn ein Highlight.
Bei starkem Wind waren zeitweise nicht alle Rutschen geöffnet. Sobald das Wetter besser wurde, waren Pool und Rutschen aber ein fester Bestandteil unserer Seetage. Eine Liege am Pool haben wir eigentlich immer bekommen.
Wir haben den Kids Club nicht genutzt, deshalb kann ich ihn auch nicht bewerten.
Für unsere Erfahrung kann ich aber sagen: Unserem Achtjährigen wurde auch auf den vielen Seetagen nicht langweilig. Wir waren rutschen und schwimmen, haben gemeinsam gespielt und Shows besucht.
Das Sofa-Etagenbett in der Kabine war für ihn ebenfalls ein Pluspunkt.
Wenn ich einen Bereich besonders positiv hervorheben müsste, wäre es die Crew.
Mein persönlicher Favorit war unser Housekeeper. Immer freundlich, immer gut gelaunt und jeden Tag gab es ein neues Handtuchtier.
Ich wusste zwar nicht immer, welches Tier ich gerade vor mir hatte – aber gefreut habe ich mich trotzdem jedes Mal.
Weniger überzeugt hat mich die Kommunikation, wenn etwas nicht nach Plan lief.
Beim Start in Sydney verzögerte sich das Auslaufen um etwa zwei Stunden. Eine offizielle Information bekamen wir zunächst nicht. Erst auf Nachfrage erfuhren wir von einem Mitarbeiter, dass noch getankt werden musste. Ähnlich ging es mir bei Mystery Island.
Wegen des Wellengangs konnte nicht getendert werden und der Hafen fiel aus. Dass Sicherheit vorgeht, steht für mich außer Frage. Mir fehlte vielmehr die Information, wie es nun weitergeht.
Positiv war wiederum, wie schnell die Entertainment-Crew auf die Situation reagiert und zusätzliches Programm organisiert hat.
An Bord wurde in Australischen Dollar (AUD) abgerechnet.
Bezahlt wurde bargeldlos mit der Bordkarte. Die Kreditkarte hatten wir bereits vor der Reise für unser Bordkonto hinterlegt.
Auf unserer Kreuzfahrt ab Australien war das Trinkgeld bereits enthalten. Wir mussten keine zusätzlichen täglichen Trinkgelder bezahlen.
Die Sprache an Bord war Englisch. Auch Shows, Durchsagen, App und Tagesprogramm waren entsprechend englischsprachig.
Das Carnival-WLAN habe ich für 25 AUD für 24 Stunden getestet.
Bei mir funktionierte die Verbindung an diesem Tag sehr gut – ohne Stocken oder Unterbrechungen.
Auf Deck 2, 7 und 9 gab es Selbstbedienungs-Wäscheräume.
Waschmaschine und Trockner kosteten bei unserer Reise jeweils 3,50 AUD.
Gerade bei einer längeren Reise finde ich das ausgesprochen praktisch.
Einen meiner Lieblingsplätze habe ich eher zufällig entdeckt: Auf Deck 10 kommt man weit nach vorne und hat einen freien Blick ohne störende Glasscheibe.
Erstaunlicherweise war dort bei unseren Einläufen teilweise fast niemand.
An einem der letzten Seetage habe ich dann doch noch den Spa ausprobiert.
Im Angebot waren fünf Anwendungen für Gesicht, Augen, Kopf, Füße und Hände für 99 AUD. Insgesamt dauerte die Behandlung 50 Minuten.
Bevor es losging, durfte ich allerdings erst einmal einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Das kannte ich schon von Princess.
Besonders schön fand ich die Frage, was ich aktuell unternehme, um meinen Stress zu reduzieren.
Meine Antwort: „be on vacation“
Mehr fiel mir dazu tatsächlich nicht ein. Die Behandlung selbst war gut und ich war danach wirklich entspannt.Die Umgebung war allerdings nicht optimal. Sie fand in einem abgetrennten Bereich des Friseursalons statt – inklusive Föhngeräuschen und Popmusik.
Und anschließend kam das, was ich bereits von Princess kannte: Cremes und Seren wurden zum Kauf angeboten. Ich weiß, dass das dazugehört. Meins ist es trotzdem nicht.
Der Check-in in Sydney war für mich einer der Punkte, bei denen ich mir einen einfacheren Ablauf gewünscht hätte.
Nicht weil etwas grundsätzlich schiefging – sondern weil sich die einzelnen Kontrollen ziemlich zogen und wir mehrfach das Gefühl hatten: Jetzt müssten wir es doch eigentlich geschafft haben. Spoiler: Meistens kam noch eine Station.
Den Online-Check-in bei Carnival kann man 14 Tage vor Reisebeginn erledigen. Das hatte ich diesmal etwas aus den Augen verloren, weil wir zu diesem Zeitpunkt schon in Australien unterwegs waren.
Ich habe ungefähr neun Tage vorher eingecheckt und dadurch nur noch ein relativ spätes Zeitfenster von 13:00 bis 13:30 Uhr bekommen.
Für uns war das nicht dramatisch, weil wir den Vormittag noch in Sydney verbringen konnten. Wenn dir eine frühe Boardingzeit wichtig ist, würde ich den Online-Check-in aber direkt erledigen, sobald er freigeschaltet wird.
Online-Check-in möglichst direkt nach Freischaltung erledigen. Je später du eincheckst, desto eingeschränkter kann die Auswahl der noch verfügbaren Zeitfenster sein.
Tippe auf einen Schritt, um ihn aufzuklappen.
Am Cruise Terminal angekommen, konnten wir zunächst unkompliziert unsere Koffer abgeben. Danach gab es getrennte Eingänge für die unterschiedlichen Check-in-Zeitfenster.
Und hier kam bereits die erste Überraschung: Unser Boardingpass sollte ausgedruckt vorgezeigt werden. Hatte ich natürlich nicht.
Ich hatte den Check-in schließlich erst unterwegs in Australien erledigt und war davon ausgegangen, dass die digitale Version auf dem Handy reicht. Tat sie bei uns nicht.
Also erst einmal raus aus dem normalen Ablauf und zu einer Mitarbeiterin, die uns freundlicherweise die Boardingpässe ausgedruckt hat. Anschließend konnten wir zurück zum Eingang.
Das hat funktioniert – darauf verlassen würde ich mich trotzdem nicht.
Den Versicherungsnachweis würde ich möglichst auf Englisch und mit den Namen aller versicherten Personen mitnehmen.
Im Terminal folgte die nächste Schlange.
Es gab einen Bereich für Passagiere, die bereits online eingecheckt hatten, und einen für den Check-in vor Ort. Einen großen zeitlichen Vorteil konnten wir bei unserer Ankunft allerdings nicht erkennen.
Wir standen hier ungefähr 20 Minuten, bevor wir an der Reihe waren.
Am Schalter wurden unsere Reisepässe kontrolliert und Fotos von uns gemacht. Was wir hier noch nicht bekamen: unsere Bordkarten.
Das fand ich zunächst etwas irritierend, weil ich von AIDA einen stärker gebündelten Ablauf gewohnt bin.
Beim Check-in wurde außerdem der Nachweis über unsere Auslandskrankenversicherung für Neukaledonien kontrolliert.
Die Information, dass wir diesen benötigen, hatten wir erst ungefähr zehn Tage vor Reisebeginn bekommen – zu einem Zeitpunkt, als wir bereits in Australien waren.
Ich hatte mir deshalb von unserer Versicherung einen Nachweis schicken lassen.
Nur war der auf Deutsch und enthielt nicht einmal unsere Namen.
Und natürlich wollte man auch diesen Nachweis zunächst gerne ausgedruckt sehen.
Ich habe dem Mitarbeiter erklärt, warum wir ihn nur digital und auf Deutsch vorlegen konnten.
Am Ende akzeptierte er das mit einem:
Und wir durften weiter. Darauf würde ich mich beim nächsten Mal definitiv nicht verlassen.
Bei unserer Reise wurde der Nachweis einer Auslandskrankenversicherung bereits beim Check-in in Sydney kontrolliert.
Ich würde ihn:
mitnehmen.
Nach dem Check-in dachte ich kurz: Das war’s. War es nicht. Als Nächstes ging es zur Border Control.
Dort warteten wir noch einmal ungefähr 10 Minuten. Reisepässe und Gesichter wurden kontrolliert und anschließend ging es weiter. Zur nächsten Kontrolle.
Jetzt folgte die Sicherheitskontrolle mit einer weiteren Warteschlange von ungefähr 10 Minuten.
Die Kontrolle selbst war unkompliziert. Unsere Taschen kamen aufs Band, großartig auspacken mussten wir nichts.
Damit lagen wir allein bei den von mir notierten Wartezeiten bereits bei ungefähr:
Dazu kamen der Ausdruck des Boardingpasses, die eigentlichen Kontrollen und die Wege zwischen den einzelnen Stationen. Genau deshalb empfand ich den gesamten Prozess als ziemlich aufwendig.
Keine einzelne Station war besonders schlimm – es waren einfach sehr viele hintereinander.
Nach der Sicherheitskontrolle wartete ich immer noch darauf, irgendwann unsere Bordkarten zu bekommen. Die gab es aber weiterhin nicht.
Wir konnten tatsächlich Richtung Schiff gehen. An der Schiffstür wurden noch einmal Ausweis und Boardingpass kontrolliert – gefühlt hatte ich beides zu diesem Zeitpunkt schon fünfmal gezeigt. Danach waren wir endlich an Bord.
Als Erstes sollten wir direkt zu unserer Musterstation. Dort wurden wir registriert und damit war dieser Punkt auch schon erledigt. Und die Bordkarten? Die hingen schließlich an unserer Kabinentür.
Am Ende hat alles funktioniert und die Mitarbeiter waren freundlich. Effizient fand ich den Ablauf trotzdem nicht.
Mich hat vor allem gestört, wie stark der Prozess auf einzelne Stationen verteilt war: Check-in, Versicherungsnachweis, Border Control, Sicherheitskontrolle, erneute Dokumentenkontrolle am Schiff und anschließend Musterstation – dazwischen immer wieder warten. Von AIDA kenne ich einen stärker gebündelten Ablauf.
Bei Carnival hatte ich mehrfach das Gefühl, jetzt eigentlich fertig zu sein, nur um direkt in der nächsten Schlange zu landen.
Für unsere Einschiffung würde ich deshalb deutlich mehr Zeit einplanen als nur die eigentliche Check-in-Zeit.
Bei Tenderhäfen kann man in der App vorab ein Zeitfenster auswählen.
Das Prinzip finde ich eigentlich gut, weil dadurch verhindert werden soll, dass sich alle gleichzeitig in den Treppenhäusern sammeln.
Für Dravuni hatten wir Gruppe 9 mit einem Zeitfenster von 9:10 bis 9:30 Uhr.
Nur hielt sich an diesem Morgen der tatsächliche Ablauf nicht wirklich an den Plan.
Statt um 8:30 Uhr begann das Tendern bereits gegen 7:20 Uhr. Als wir um 8:30 Uhr zum Ausgang kamen, war Carnival schon bei Gruppe 17. Entsprechend voll war es auf Deck 1. Am Ende ging es trotzdem relativ schnell.
Die Ausschiffung fand ich dagegen erstaunlich unkompliziert.
Vorher wählt man in der App aus, ob man das Gepäck selbst mitnimmt oder am Vorabend abholen lässt. Zusätzlich konnten wir ein Zeitfenster auswählen.
Weil wir wieder die australische Einreisekarte ausfüllen mussten, hatte ich mich schon auf eine längere Immigration-Prozedur eingestellt. Tatsächlich waren wir ziemlich schnell durch. Nach dem aufwendigen Check-in war das eine angenehme Überraschung.
Auch vor vielen Seetagen hätte ich bei diesem Schiff keine Angst.
Uns wurde jedenfalls nicht langweilig.
Die Carnival Splendor hat es mir nicht leicht gemacht.
Es gab während dieser Reise tatsächlich Momente, in denen ich mich gefragt habe, warum ich diese Kreuzfahrt überhaupt gebucht habe. Das lag allerdings nicht an den vielen Seetagen.
Die hatte ich vorher bewusst eingeplant und ich mag Seetage eigentlich sehr gerne. Dazu bietet Carnival so viel Programm, dass Langeweile bei uns überhaupt kein Thema war. Mein größtes Problem war das Essen.
Nach zwölf Nächten habe ich mich tatsächlich auf Sydney gefreut – und auf normales Essen.
Gleichzeitig gab es aber auch die andere Seite: eine unglaublich freundliche Crew, unseren großartigen Housekeeper, richtig gutes Entertainment und mit Dravuni einen der schönsten Tage unserer gesamten sechswöchigen Australien- und Südseereise. Genau deshalb fällt mein Fazit nicht schwarz oder weiß aus.
Carnival als Reederei würde ich nach dieser einen Reise nicht abschreiben.
Dafür gab es zu viele Dinge, die mir wirklich gut gefallen haben – allen voran Crew und Entertainment. Gleichzeitig müsste sich für mich beim Essen einiges ändern.
Ob ich deshalb noch einmal zwölf Nächte auf genau dieser Route mit der Carnival Splendor buchen würde? Wahrscheinlich nicht.
Ob ich Carnival auf einem anderen Schiff oder einer anderen Route noch einmal ausprobieren würde? Ja, das kann ich mir durchaus vorstellen.

Nach unserer Erfahrung ja. Unser achtjähriger Sohn mochte vor allem die Wasserrutschen, den Pool und sein Etagenbett in der Kabine. Den Kids Club haben wir allerdings nicht genutzt und können ihn deshalb nicht bewerten.
Auf unserer Reise war die Bordsprache Englisch. Durchsagen, Shows, Tagesprogramm und Kommunikation fanden entsprechend auf Englisch statt.
In unserer Balkonkabine 8232 hatten wir eine 220-V- und eine 115-V-Steckdose. Steckdosen direkt am Bett gab es nicht. Ein internationaler Adapter war für uns sehr hilfreich.
Wir hatten keines und haben es auch nicht vermisst. Kaffee, Tee, Zitronenlimonade und Eistee konnten wir kostenlos bekommen. Die angebotenen Getränkepakete waren uns zu teuer.
Auf unserer Reise war es mein größter Kritikpunkt. Besonders enttäuscht war ich vom À-la-carte-Restaurant und von der relativ kleinen Buffetauswahl. Der Burger-Imbiss war dagegen richtig gut.
Ich habe einen 24-Stunden-Zugang für 25 AUD genutzt. Die Verbindung funktionierte bei meinem Test sehr gut.
Auf unserer Australienreise war das Trinkgeld bereits enthalten und wurde nicht zusätzlich berechnet.
Ja. Auf unserer Reise gab es Selbstbedienungs-Wäscheräume auf Deck 2, 7 und 9. Waschmaschine und Trockner kosteten jeweils 3,50 AUD.
Bei unserem Check-in wurde ein ausgedruckter Boardingpass verlangt. Unsere digitale Version wurde nicht akzeptiert. Ich würde ihn deshalb vor der Reise ausdrucken.
Bei unserer Kreuzfahrt wurde der Nachweis einer Auslandskrankenversicherung bereits beim Check-in in Sydney kontrolliert. Wir sollten ihn ausgedruckt vorlegen. Aufgrund unserer Erfahrung würde ich einen englischsprachigen Nachweis mit den Namen aller Reisenden mitnehmen.
Bei unserer Reise konnten wir über die Carnival-App ein Zeitfenster auswählen und bekamen eine Tendergruppe zugeteilt. In Dravuni wurde allerdings deutlich früher mit dem Tendern begonnen als ursprünglich angekündigt.




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