Vancouver, die lebendige Metropole an der Pazifikküste Kanadas, beeindruckt mit einer seltenen Mischung aus urbanem Flair und spektakulärer Naturkulisse. Für Kreuzfahrer ist die Stadt das perfekte Tor zur Westküste – hier starten viele Routen Richtung Alaska oder Kalifornien. Ich selbst bin einige Tage früher angereist, um Vancouver und die Umgebung in Ruhe zu erkunden, bevor ich an Bord der Coral Princess ging. Auf dieser Seite findest du Reiseinformationen, persönliche Erlebnisse, Hotelempfehlungen und viele Tipps für deinen Aufenthalt.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDamit du dich in Vancouver schnell zurechtfindest, habe ich dir hier die wichtigsten Infos kompakt zusammengestellt. Von Klima über Transport bis hin zu nützlichen Tipps findest du alles, was dir die Planung erleichtert.
Mildes Küstenklima, häufig wechselhaft.
Frühjahr und Herbst besonders lohnenswert. Der Herbst ist besonders wegen des „Indian Summers“ beliebt.
Englisch
CAD = Kanadische Dollar
Kreditkarte ist Standard, Bargeld wird so gut wie gar nicht benötigt.
MEZ
–9 Stunden zu Deutschland (MEZ)
SkyTrain vom Flughafen zur Waterfront, DayPass lohnt sich.
Canada Place ist der zentrale Kreuzfahrthafen
Allgemein
Auch unterwegs in Vancouver musst du nicht auf stabiles Internet verzichten. Wenn du dein Smartphone mitnimmst, solltest du vor allem die Roaming-Kosten im Blick behalten – diese können je nach Anbieter sehr hoch sein.
Für kurze Aufenthalte reicht oft ein Hotel-WLAN oder öffentliches WiFi, das es an vielen Orten kostenlos gibt. Wenn du länger bleibst oder viel unterwegs bist, lohnt sich ein lokales Datenpaket oder eine eSIM.
eSim
Ich bin selbst ein großer Fan von eSIMs und nutze sie mittlerweile auf jeder Reise. Der Vorteil: Du kannst die Karte schon vorab buchen und bist nach der Landung sofort online – ganz ohne Stress mit SIM-Karten oder Shops am Flughafen.
Meine Favoriten:
Falls du sehen möchtest, wie einfach die Installation funktioniert, schau dir gerne mein YouTube Short dazu an
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenWeitere Optionen
Wenn du länger bleibst, lohnt sich eine lokale SIM-Karte. Diese bekommst du in [Supermärkten, Kiosken oder am Flughafen].
Viele Anbieter haben Prepaid-Pakete mit flexiblem Datenvolumen – ideal, wenn du unabhängig bleiben möchtest.
Wichtige Info:
Vergleiche vorab die Preise, da es zwischen Kanada und Europa große Unterschiede geben kann.
Trinkgeld
15 – 20% sind üblich
Netzstecker (Adapter)
Es wird ein 110V Adapter benötigt (US+Kanada ist identisch)
Sicherheit
Vancouver gilt grundsätzlich als sichere Stadt, besonders in den touristischen Vierteln rund um den Canada Place, Stanley Park, Gastown oder Granville Island. Man kann sich tagsüber sehr entspannt bewegen und auch abends noch gut zu Fuß unterwegs sein. Trotzdem sollte man – wie in vielen Großstädten – aufmerksam bleiben.
Etwas ungewohnt für viele Besucher ist der stark sichtbare Kontrast zwischen wohlhabenden und ärmeren Stadtteilen. Besonders der Bereich rund um die East Hastings Street (Downtown Eastside) ist bekannt für Obdachlosigkeit und Drogenkonsum im öffentlichen Raum. Dieses Viertel sollte man besser meiden, auch wenn es in unmittelbarer Nähe zu beliebten Spots wie Gastown liegt. Wer von dort Richtung Chinatown läuft, bemerkt den Übergang sehr deutlich.
Wertsachen gehören – wie überall – nicht offen getragen. Im Auto sollte man nichts sichtbar liegen lassen, selbst bei kurzen Stopps. Taschendiebstähle sind selten, kommen aber in belebten Gegenden wie der Waterfront oder an großen Sehenswürdigkeiten gelegentlich vor.
Insgesamt hatte ich persönlich aber zu keinem Zeitpunkt ein unsicheres Gefühl. Vancouver ist eine offene, freundliche Stadt – und wer die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachtet, kann sich auch als Alleinreisende:r völlig unbeschwert bewegen.
Extra Tipp:
Die Läden und Sehenswürdigkeiten schließen teilweise schon recht früh (18 Uhr). Lieber vorher prüfen, wie lange dein Ziel geöffnet hat.
In der Stadt und der Umgebung gibt es zahlreiche spannende Erlebnisse – von Naturhighlights bis zu kulturellen Besonderheiten. Damit du einen schnellen Überblick hast, stelle ich dir hier die Top 5 Tipps vor, die du während deines Aufenthalts nicht verpassen solltest.
Während meiner Zeit in Vancouver habe ich die Stadt und ihre Umgebung intensiv erkundet. In den folgenden Reiseberichten findest du persönliche Eindrücke, Tipps und detaillierte Beschreibungen zu meinen Ausflügen und Highlights.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenNach einem zehnstündigen Flug mit Lufthansa erreichten wir Vancouver – und das sogar bei strahlendem Sonnenschein, obwohl die Wettervorhersage eigentlich nur Regen versprochen hatte. Der Flug verlief völlig problemlos, und auch die Einreise war erstaunlich unkompliziert: Innerhalb von kaum zehn Minuten war die Immigration erledigt, weitere zehn Minuten später stand ich schon am Gepäckband. Kanada empfängt Reisende wirklich angenehm stressfrei – das hatte ich so nicht erwartet.
Direkt vor dem Flughafengebäude befindet sich der Zugang zur SkyTrain Canada Line, die schnellste und günstigste Verbindung in die Innenstadt. Das Ticket zieht man ganz unkompliziert am Automaten, und nach etwa 30 Minuten steht man mitten an der Waterfront – perfekt, denn genau dort lag auch mein Hotel.
Nach dem Check-in folgte dann gleich die erste Überraschung: Statt des gebuchten Zimmers bekam ich offenbar ein Upgrade – eine kleine Suite mit Blick auf die Stadt. Ein wirklich schöner Start in den Tag! Viel Zeit zum Ausruhen blieb aber nicht, denn das Vancouver-Abenteuer sollte direkt beginnen.
Mein erstes Ziel war der Fraser Park in North Vancouver. Seit einigen Wochen bin ich großer Fan der Serie Virgin River – und als ich erfahren habe, dass Teile davon rund um Vancouver gedreht wurden, stand fest: Da muss ich hin.
Vor Ort zu stehen, wo Mels Hütte gedreht wurde, war ein besonderer Moment. Gleichzeitig faszinierend, wie sehr Fernsehen mit Perspektiven arbeitet – im TV wirkt alles ganz anders, als man es dann live erlebt. Trotzdem war der Ausflug lohnenswert: Der Park ist wunderschön eingebettet, mit kleinen Seen, klaren Bächen und einer fast märchenhaften Ruhe. Kaum zu glauben, dass man hier nur wenige Minuten von einer Millionenstadt entfernt ist.



Auf der Hinfahrt habe ich mich von einem Uber direkt in den Park bringen lassen, zurück wollte ich den Nachmittag nutzen, um Vancouver ein wenig zu Fuß zu erkunden. Ich liebe es, einfach durch Wohngebiete zu laufen, die Atmosphäre aufzusaugen und zu sehen, wie die Menschen leben. Besonders schön war, dass viele Häuser schon liebevoll für Halloween geschmückt waren – Kürbisse, Spinnennetze, Lichterketten. Das hat dem Spaziergang dieses typische, gemütliche Herbstgefühl gegeben.
Das Wetter spielte mit: goldene Sonne, angenehme Temperaturen – und die Stadt zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Vancouver hat eine ganz eigene Mischung aus urbaner Dynamik und Gelassenheit, die man schon beim ersten Spaziergang spürt.


Am späten Nachmittag nahm ich den SeaBus, der die Waterfront mit North Vancouver verbindet. Die kurze Fahrt lohnt sich allein wegen des Blicks auf die Skyline – besonders im warmen Licht der Abendsonne ein echtes Highlight.
Als Tipp: Den regulären Bus und auch den SeaBus kann man übrigens ganz normal mit dem DayPass nutzen, den ich mir am Flughafen für die Fahrt in die Stadt besorgt hatte.
Auf der anderen Seite angekommen, wollte ich eigentlich noch den Vancouver Lookoutbesuchen, um den Sonnenuntergang von oben zu sehen. Leider war mir nicht bewusst, dass der letzte Aufzug schon um 17:30 Uhr fährt – und ich war exakt fünf Minuten zu spät. Schade, aber so ist das manchmal auf Reisen: Ein verpasster Moment gehört eben dazu.


Stattdessen startete ich eine spontane „Mission“: ein Ladegerät für meine Kamera finden. Leider ohne Erfolg. Überraschenderweise schließen die meisten Geschäfte in Vancouver schon gegen 18 Uhr – das war ich aus Frankfurt gar nicht gewohnt. Immerhin konnte ich so noch einen kleinen Einblick ins abendliche Stadtleben bekommen, das hier deutlich ruhiger wirkt als in europäischen Großstädten.
Nach einem letzten Rundgang durch die beleuchtete Innenstadt zog es mich wieder an die Waterfront. Die Sonne war gerade untergegangen, die Lichter der Stadt spiegelten sich im Wasser – ein wunderschöner Moment, um den ersten Tag ausklingen zu lassen.

Vancouver hat mich sofort begeistert. Vom stressfreien Start am Flughafen über das unkomplizierte Bahnfahren bis hin zu den freundlichen Menschen – alles wirkte entspannt und einladend. Besonders beeindruckend fand ich, wie schnell man hier von der Großstadt in die Natur eintauchen kann.
Auch wenn nicht alles perfekt lief – kein Lookout, kein Ladegerät – war der erste Tag in Kanada ein voller Erfolg. Ich war nach über 24 Stunden wach zwar völlig erschöpft, aber glücklich. Und während ich abends im Hotel endlich ins Bett fiel, wusste ich: Diese Reise wird etwas ganz Besonderes.
Der Jetlag hatte mich fest im Griff – schon um 2:30 Uhr war ich hellwach. An Schlaf war nicht mehr zu denken, also machte ich das Beste daraus. Zum Glück sollte mein Ausflug nach Whistler* ohnehin früh starten, um 8:20 Uhr. Ich hatte also genügend Zeit, gemütlich zu frühstücken – natürlich bei meiner Lieblings-Fastfood-Kette in Kanada: Tim Hortons. Ein Kaffee, ein Bagel, und die Welt sah gleich besser aus.
Da ich noch Zeit hatte, machte ich einen Abstecher zur Marina. Der Himmel war klar, das Wasser ruhig, und ich beobachtete die Wasserflugzeuge beim Starten und Landen – ein Anblick, der einfach typisch für Vancouver ist. Wer hierher reist, sollte sich das nicht entgehen lassen. Der Blick auf die Skyline im Morgenlicht war einfach wunderschön.
Als ich am Treffpunkt ankam, stand ich vor einem edlen Hotel, und der Portier leistete mir Gesellschaft, während wir gemeinsam nach meinem Bus Ausschau hielten. Diese freundliche Art ist genau das, was ich an Kanada so liebe – hilfsbereit, höflich, und immer mit einem Lächeln.


Mit leichter Verspätung ging es dann los – raus aus der Stadt, rein in die Natur. Die Fahrt entlang der berühmten Sea-to-Sky-Route ist ein Erlebnis für sich: Serpentinen, dichte Wälder, weite Täler und immer wieder diese Ausblicke auf Berge, Seen und das Meer. Der Indian Summer tauchte alles in warme Farben, und ich hätte am liebsten an jeder Ecke angehalten, um Fotos zu machen.
Unser erster Stopp war bei den Shannon Falls, einem beeindruckenden Wasserfall, der nur wenige Gehminuten von der Straße entfernt liegt. Das Rauschen des Wassers, der feuchte Duft von Moos und Tannen – einfach herrlich. Von dort führt ein kleiner Waldweg weiter zur Sea to Sky Gondola, die uns hoch hinauf in die Berge brachte.

Die Gondelfahrt dauerte nur etwa 15 Minuten, aber sie war spektakulär. Unten der Fjord, oben die Gipfel – und genau dazwischen glitt man durch die Wolken. Eigentlich war Regen angesagt, aber oben auf dem Berg riss plötzlich der Himmel auf, und die Sonne kam durch. Einer dieser Momente, wo man einfach nur denkt: Glück gehabt!
Oben angekommen, konnte man verschiedene Wanderwege erkunden oder einfach die Aussicht genießen. Ich wagte mich über die Hängebrücke, die sich leicht im Wind bewegte – aufregend, aber absolut lohnenswert! Wer Höhenangst hat, kann den Aussichtspunkt übrigens auch auf einem alternativen Weg erreichen.
Ich liebe diese Orte, an denen man mitten in der Natur steht und alles um sich herum einfach still wird – außer vielleicht das leise Pfeifen des Windes in den Bäumen.





Auf der Weiterfahrt nach Whistler erzählte unser Busfahrer plötzlich, dass wir gleich an einem bekannten Ort vorbeikommen würden: Jack’s Bar aus Virgin River! Mein Herz machte sofort einen Sprung – und als er erwähnte, dass der Aussichtspunkt für die Adler (die er uns eigentlich zeigen wollte) nur 600 Meter entfernt liegt, war klar: Ich laufe – wir hatten 10 Minuten!
Während die anderen brav die Adler beobachteten, rannte ich los – und stand kurze Zeit später tatsächlich vor der kleinen Holzhütte, die ich aus der Serie kannte. In echt sah sie deutlich unspektakulärer aus, aber das war egal. Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd. Für mich als Fan war das ein echtes Highlight.


Kurz darauf erreichten wir unser eigentliches Ziel: Whistler Village. Pünktlich dazu setzte der Regen ein, aber das störte kaum. Whistler ist ein quirliger Ort mit vielen Cafés, Restaurants und Boutiquen – perfekt, um sich einfach treiben zu lassen.
Natürlich durfte ein Foto bei den Olympischen Ringen nicht fehlen. Whistler war 2010 einer der Austragungsorte der Olympischen Winterspiele – hier fanden unter anderem die alpinen Ski-Wettbewerbe statt. Noch heute merkt man der Stadt ihren sportlichen Geist an: Überall Wintersportgeschäfte, Gondeln und Hinweise auf Skipisten. Ich konnte mir gut vorstellen, wie hier im Winter die Hölle los ist.
Trotz des Regens genoss ich die entspannte Atmosphäre und verbrachte etwa zwei Stunden damit, durch die Gassen zu schlendern und in kleine Shops zu schauen.



Am frühen Abend traten wir die Rückfahrt an – müde, aber zufrieden. Gegen 18:45 Uhr erreichten wir wieder Vancouver, und während wir in die Stadt einfuhren, lag draußen noch dieses typische Herbstlicht über den Straßen.
Der Tag war vollgepackt, aber wunderschön: Wasserfälle, Gondelfahrt, Serienmoment, Berge, Regen und Sonne – alles dabei. Ich war mir sicher: Dieser Ausflug* hat sich absolut gelohnt. Wer das echte Kanada erleben will, sollte mindestens einen Tag raus aus der Stadt fahren – Whistler ist dafür perfekt.
Wirklich angekommen war ich im kanadischen Rhythmus noch nicht – auch an diesem Tag war ich schon um 3 Uhr morgens wach. Der Jetlag wollte sich einfach nicht abschütteln lassen. Aber wenn man schon so früh wach ist, kann man ja auch was draus machen! Spontan entschied ich mich, das Einlaufen der Coral Princess im Hafen zu beobachten – schließlich lag der Canada Place nur wenige Minuten von meinem Hotel entfernt.
Es war noch dämmerig, als sich das Schiff langsam durch den leichten Nieselregen schob. Ein ganz besonderer Moment, denn sonst erlebe ich das Einlaufen ja immer vom Schiff aus – diesmal stand ich an Land und sah zu, wie die Kreuzfahrer an Bord ihre Reise beendeten. Neben mir filmte ein Fernsehteam, das live vom Saisonabschluss berichtete. So erfuhr ich ganz nebenbei, dass die Coral Princess das letzte Schiff der Saison ist, bevor der Hafen in die Winterpause geht. Ein schöner Gedanke – und ein kleiner Gänsehautmoment für mich, kurz bevor mein eigenes Abenteuer auf eben diesem Schiff beginnen sollte.

Nach diesem kleinen Gänsehautmoment zog es mich noch ein letztes Mal zu Tim Hortons – das musste einfach sein. Ein Kaffee, ein Muffin, und ein stiller Abschied von meinem liebgewonnenen kanadischen Frühstücksritual.
Da es erst halb neun war und das Boarding erst gegen 10:30 Uhr begann, beschloss ich, die Zeit zu nutzen. Das Wetter war grau und nieselig, also ideal, um noch einmal auf Kameramission zu gehen – und ein Ladegerät finden.
Mit der SkyTrain fuhr ich Richtung Broadway, stieg in der Nähe des Rathauses aus und schlenderte durch die Straßen. Unterwegs entdeckte ich zufällig einen London Drugs – eigentlich nicht mein Ziel, aber der Laden hatte bereits geöffnet. Und das war mein Glück!
Drinnen fand ich eine kleine Foto-Abteilung, und ein unglaublich hilfsbereiter Mitarbeiter nahm sich meiner Sache an. Zwar hatte er kein Original-Canon-Ladegerät, aber er experimentierte so lange herum, bis wir gemeinsam eine funktionierende Lösung fanden. Das war typisch kanadisch: freundlich, pragmatisch, einfach hilfsbereit.
Mit dem Problem gelöst und deutlich erleichtert machte ich mich zu Fuß auf den Rückweg ins Hotel – laut Google Maps etwa 55 Minuten. Perfekt, um Vancouver noch einmal aus einer ruhigeren Perspektive zu erleben. Ich liebe solche Spaziergänge, bei denen man abseits der typischen Sehenswürdigkeiten einfach das Alltagsleben mitbekommt.


Zurück im Hotel schnappte ich meinen Koffer und machte mich auf zum Hafen. Ich war ehrlich gesagt ein bisschen nervös, weil ich im Vorfeld gelesen hatte, dass die Einschiffung in Vancouver wegen der amerikanischen Immigration besonders lange dauern kann.
Doch das Gegenteil war der Fall: alles war super organisiert.
1. Kofferabgabe: 60 Sekunden.
2. Passkontrolle: direkt im Anschluss.
3. Sicherheitscheck: schnell und freundlich – mit einem kleinen Lacher, als die Dame vor mir versuchte, einen Kochtopf im Handgepäck mitzunehmen (Spoiler: durfte sie nicht).
4. US Immigration: In meinem Fall exakt 90 Sekunden. Fingerabdrücke, zwei Fragen, fertig.
Insgesamt dauerte der gesamte Check-in 27 Minuten – und das trotz Rushhour am Vormittag. Princess Cruises hat das wirklich hervorragend organisiert.
An Bord bekam ich mein sogenanntes Medallion – das ist bei Princess die digitale Variante der Bordkarte. Damit öffnet man die Kabine, bezahlt, wird erkannt – und das alles automatisch. Beeindruckend, wie durchdigitalisiert hier alles ist.
Meine Kabine war bereits bezugsfertig, und kurz nach mir stand auch schon der Steward vor der Tür, stellte sich persönlich vor und erklärte mir alles – vom Fernseher über die Sicherheitsunterweisung bis zum Notfalltreffpunkt. Wirklich aufmerksam!
Beim ersten Rundgang durchs Schiff fiel mir direkt auf, dass sich alles anders anfühlt als bei AIDA. Vielleicht liegt’s am Stil – die Coral Princess ist deutlich klassischer, dunkler, fast schon ein bisschen nostalgisch eingerichtet. Es brauchte einen Moment, um sich zurechtzufinden. Und ja – sie riecht auch irgendwie anders. Nicht schlecht, aber… anders.





Noch bevor ich mich ausruhte, wollte ich wissen, wo ich das Auslaufen am besten erleben und filmen könnte. Meine Kabine lag steuerbordseitig – also mit Blick weg vom Hafen. Nicht ideal. Dafür entdeckte ich schnell, dass Princess ein anderes Konzept hat als AIDA: Die kompletten Heckdecks sind frei zugänglich. Kein Kabinendeck blockiert den Blick, und so fand ich dort meinen perfekten Platz für den Abschied aus Vancouver.
Als es losging, stand ich allein am Heck. Kein Mensch weit und breit. Etwas irritiert, bis ich herausfand, dass die meisten Gäste wohl bei der offiziellen Sail Away Party auf dem Oberdeck waren. Also genoss ich den Moment einfach für mich.
Und was für ein Moment das war! Pünktlich zum Auslaufen riss die Wolkendecke komplett auf, der Himmel leuchtete in kräftigem Blau, und die Sonne tauchte die Skyline in goldenes Abendlicht. Der Indian Summer brachte die Farben der Bäume zum Glühen, und im Hintergrund ragte plötzlich die schneebedeckte Silhouette des Mount Baker auf – ein aktiver Vulkan auf der US-Seite, wie mir ein kanadischer Mitreisender erklärte. Er meinte, dass es ein seltener Glücksfall sei, ihn so klar zu sehen.
Als wir den Hafen verließen, glitt die Coral Princess vorbei an den Fjorden, und diesmal konnte ich sogar den Howe Sound sehen, der mir in Whistler wegen der Wolken verwehrt geblieben war. Der Sonnenuntergang verwandelte den Himmel in Orange und Rosa – und als wäre das nicht genug, tauchten in der Ferne noch ein paar Wale auf, die uns ein Stück begleiteten.
Ein perfekter Abschied von Vancouver – ruhig, emotional, einfach magisch.
Und während das Schiff Kurs auf die Westküste nahm, dachte ich nur: Was für ein schöner Start in dieses neue Kapitel.






Ich habe die Ganztages-Tour nach Whistler über GetYourGuide* gebucht und war wirklich begeistert. Auf dem Weg legt man Stopps an der Sea to Sky Gondola, den Shannon Falls und dem Eagle View Point ein.
Weitere Ausflüge zum Stöbern*:
















Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenNach einem zehnstündigen Flug mit Lufthansa erreichten wir Vancouver – und das sogar bei strahlendem Sonnenschein, obwohl die Wettervorhersage eigentlich nur Regen versprochen hatte. Der Flug verlief völlig problemlos, und auch die Einreise war erstaunlich unkompliziert: Innerhalb von kaum zehn Minuten war die Immigration erledigt, weitere zehn Minuten später stand ich schon am Gepäckband. Kanada empfängt Reisende wirklich angenehm stressfrei – das hatte ich so nicht erwartet.
Direkt vor dem Flughafengebäude befindet sich der Zugang zur SkyTrain Canada Line, die schnellste und günstigste Verbindung in die Innenstadt. Das Ticket zieht man ganz unkompliziert am Automaten, und nach etwa 30 Minuten steht man mitten an der Waterfront – perfekt, denn genau dort lag auch mein Hotel.
Nach dem Check-in folgte dann gleich die erste Überraschung: Statt des gebuchten Zimmers bekam ich offenbar ein Upgrade – eine kleine Suite mit Blick auf die Stadt. Ein wirklich schöner Start in den Tag! Viel Zeit zum Ausruhen blieb aber nicht, denn das Vancouver-Abenteuer sollte direkt beginnen.
Mein erstes Ziel war der Fraser Park in North Vancouver. Seit einigen Wochen bin ich großer Fan der Serie Virgin River – und als ich erfahren habe, dass Teile davon rund um Vancouver gedreht wurden, stand fest: Da muss ich hin.
Vor Ort zu stehen, wo Mels Hütte gedreht wurde, war ein besonderer Moment. Gleichzeitig faszinierend, wie sehr Fernsehen mit Perspektiven arbeitet – im TV wirkt alles ganz anders, als man es dann live erlebt. Trotzdem war der Ausflug lohnenswert: Der Park ist wunderschön eingebettet, mit kleinen Seen, klaren Bächen und einer fast märchenhaften Ruhe. Kaum zu glauben, dass man hier nur wenige Minuten von einer Millionenstadt entfernt ist.



Auf der Hinfahrt habe ich mich von einem Uber direkt in den Park bringen lassen, zurück wollte ich den Nachmittag nutzen, um Vancouver ein wenig zu Fuß zu erkunden. Ich liebe es, einfach durch Wohngebiete zu laufen, die Atmosphäre aufzusaugen und zu sehen, wie die Menschen leben. Besonders schön war, dass viele Häuser schon liebevoll für Halloween geschmückt waren – Kürbisse, Spinnennetze, Lichterketten. Das hat dem Spaziergang dieses typische, gemütliche Herbstgefühl gegeben.
Das Wetter spielte mit: goldene Sonne, angenehme Temperaturen – und die Stadt zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Vancouver hat eine ganz eigene Mischung aus urbaner Dynamik und Gelassenheit, die man schon beim ersten Spaziergang spürt.


Am späten Nachmittag nahm ich den SeaBus, der die Waterfront mit North Vancouver verbindet. Die kurze Fahrt lohnt sich allein wegen des Blicks auf die Skyline – besonders im warmen Licht der Abendsonne ein echtes Highlight.
Als Tipp: Den regulären Bus und auch den SeaBus kann man übrigens ganz normal mit dem DayPass nutzen, den ich mir am Flughafen für die Fahrt in die Stadt besorgt hatte.
Auf der anderen Seite angekommen, wollte ich eigentlich noch den Vancouver Lookoutbesuchen, um den Sonnenuntergang von oben zu sehen. Leider war mir nicht bewusst, dass der letzte Aufzug schon um 17:30 Uhr fährt – und ich war exakt fünf Minuten zu spät. Schade, aber so ist das manchmal auf Reisen: Ein verpasster Moment gehört eben dazu.


Stattdessen startete ich eine spontane „Mission“: ein Ladegerät für meine Kamera finden. Leider ohne Erfolg. Überraschenderweise schließen die meisten Geschäfte in Vancouver schon gegen 18 Uhr – das war ich aus Frankfurt gar nicht gewohnt. Immerhin konnte ich so noch einen kleinen Einblick ins abendliche Stadtleben bekommen, das hier deutlich ruhiger wirkt als in europäischen Großstädten.
Nach einem letzten Rundgang durch die beleuchtete Innenstadt zog es mich wieder an die Waterfront. Die Sonne war gerade untergegangen, die Lichter der Stadt spiegelten sich im Wasser – ein wunderschöner Moment, um den ersten Tag ausklingen zu lassen.

Vancouver hat mich sofort begeistert. Vom stressfreien Start am Flughafen über das unkomplizierte Bahnfahren bis hin zu den freundlichen Menschen – alles wirkte entspannt und einladend. Besonders beeindruckend fand ich, wie schnell man hier von der Großstadt in die Natur eintauchen kann.
Auch wenn nicht alles perfekt lief – kein Lookout, kein Ladegerät – war der erste Tag in Kanada ein voller Erfolg. Ich war nach über 24 Stunden wach zwar völlig erschöpft, aber glücklich. Und während ich abends im Hotel endlich ins Bett fiel, wusste ich: Diese Reise wird etwas ganz Besonderes.
Der Jetlag hatte mich fest im Griff – schon um 2:30 Uhr war ich hellwach. An Schlaf war nicht mehr zu denken, also machte ich das Beste daraus. Zum Glück sollte mein Ausflug nach Whistler* ohnehin früh starten, um 8:20 Uhr. Ich hatte also genügend Zeit, gemütlich zu frühstücken – natürlich bei meiner Lieblings-Fastfood-Kette in Kanada: Tim Hortons. Ein Kaffee, ein Bagel, und die Welt sah gleich besser aus.
Da ich noch Zeit hatte, machte ich einen Abstecher zur Marina. Der Himmel war klar, das Wasser ruhig, und ich beobachtete die Wasserflugzeuge beim Starten und Landen – ein Anblick, der einfach typisch für Vancouver ist. Wer hierher reist, sollte sich das nicht entgehen lassen. Der Blick auf die Skyline im Morgenlicht war einfach wunderschön.
Als ich am Treffpunkt ankam, stand ich vor einem edlen Hotel, und der Portier leistete mir Gesellschaft, während wir gemeinsam nach meinem Bus Ausschau hielten. Diese freundliche Art ist genau das, was ich an Kanada so liebe – hilfsbereit, höflich, und immer mit einem Lächeln.


Mit leichter Verspätung ging es dann los – raus aus der Stadt, rein in die Natur. Die Fahrt entlang der berühmten Sea-to-Sky-Route ist ein Erlebnis für sich: Serpentinen, dichte Wälder, weite Täler und immer wieder diese Ausblicke auf Berge, Seen und das Meer. Der Indian Summer tauchte alles in warme Farben, und ich hätte am liebsten an jeder Ecke angehalten, um Fotos zu machen.
Unser erster Stopp war bei den Shannon Falls, einem beeindruckenden Wasserfall, der nur wenige Gehminuten von der Straße entfernt liegt. Das Rauschen des Wassers, der feuchte Duft von Moos und Tannen – einfach herrlich. Von dort führt ein kleiner Waldweg weiter zur Sea to Sky Gondola, die uns hoch hinauf in die Berge brachte.

Die Gondelfahrt dauerte nur etwa 15 Minuten, aber sie war spektakulär. Unten der Fjord, oben die Gipfel – und genau dazwischen glitt man durch die Wolken. Eigentlich war Regen angesagt, aber oben auf dem Berg riss plötzlich der Himmel auf, und die Sonne kam durch. Einer dieser Momente, wo man einfach nur denkt: Glück gehabt!
Oben angekommen, konnte man verschiedene Wanderwege erkunden oder einfach die Aussicht genießen. Ich wagte mich über die Hängebrücke, die sich leicht im Wind bewegte – aufregend, aber absolut lohnenswert! Wer Höhenangst hat, kann den Aussichtspunkt übrigens auch auf einem alternativen Weg erreichen.
Ich liebe diese Orte, an denen man mitten in der Natur steht und alles um sich herum einfach still wird – außer vielleicht das leise Pfeifen des Windes in den Bäumen.





Auf der Weiterfahrt nach Whistler erzählte unser Busfahrer plötzlich, dass wir gleich an einem bekannten Ort vorbeikommen würden: Jack’s Bar aus Virgin River! Mein Herz machte sofort einen Sprung – und als er erwähnte, dass der Aussichtspunkt für die Adler (die er uns eigentlich zeigen wollte) nur 600 Meter entfernt liegt, war klar: Ich laufe – wir hatten 10 Minuten!
Während die anderen brav die Adler beobachteten, rannte ich los – und stand kurze Zeit später tatsächlich vor der kleinen Holzhütte, die ich aus der Serie kannte. In echt sah sie deutlich unspektakulärer aus, aber das war egal. Ich grinste wie ein Honigkuchenpferd. Für mich als Fan war das ein echtes Highlight.


Kurz darauf erreichten wir unser eigentliches Ziel: Whistler Village. Pünktlich dazu setzte der Regen ein, aber das störte kaum. Whistler ist ein quirliger Ort mit vielen Cafés, Restaurants und Boutiquen – perfekt, um sich einfach treiben zu lassen.
Natürlich durfte ein Foto bei den Olympischen Ringen nicht fehlen. Whistler war 2010 einer der Austragungsorte der Olympischen Winterspiele – hier fanden unter anderem die alpinen Ski-Wettbewerbe statt. Noch heute merkt man der Stadt ihren sportlichen Geist an: Überall Wintersportgeschäfte, Gondeln und Hinweise auf Skipisten. Ich konnte mir gut vorstellen, wie hier im Winter die Hölle los ist.
Trotz des Regens genoss ich die entspannte Atmosphäre und verbrachte etwa zwei Stunden damit, durch die Gassen zu schlendern und in kleine Shops zu schauen.



Am frühen Abend traten wir die Rückfahrt an – müde, aber zufrieden. Gegen 18:45 Uhr erreichten wir wieder Vancouver, und während wir in die Stadt einfuhren, lag draußen noch dieses typische Herbstlicht über den Straßen.
Der Tag war vollgepackt, aber wunderschön: Wasserfälle, Gondelfahrt, Serienmoment, Berge, Regen und Sonne – alles dabei. Ich war mir sicher: Dieser Ausflug* hat sich absolut gelohnt. Wer das echte Kanada erleben will, sollte mindestens einen Tag raus aus der Stadt fahren – Whistler ist dafür perfekt.
Wirklich angekommen war ich im kanadischen Rhythmus noch nicht – auch an diesem Tag war ich schon um 3 Uhr morgens wach. Der Jetlag wollte sich einfach nicht abschütteln lassen. Aber wenn man schon so früh wach ist, kann man ja auch was draus machen! Spontan entschied ich mich, das Einlaufen der Coral Princess im Hafen zu beobachten – schließlich lag der Canada Place nur wenige Minuten von meinem Hotel entfernt.
Es war noch dämmerig, als sich das Schiff langsam durch den leichten Nieselregen schob. Ein ganz besonderer Moment, denn sonst erlebe ich das Einlaufen ja immer vom Schiff aus – diesmal stand ich an Land und sah zu, wie die Kreuzfahrer an Bord ihre Reise beendeten. Neben mir filmte ein Fernsehteam, das live vom Saisonabschluss berichtete. So erfuhr ich ganz nebenbei, dass die Coral Princess das letzte Schiff der Saison ist, bevor der Hafen in die Winterpause geht. Ein schöner Gedanke – und ein kleiner Gänsehautmoment für mich, kurz bevor mein eigenes Abenteuer auf eben diesem Schiff beginnen sollte.

Nach diesem kleinen Gänsehautmoment zog es mich noch ein letztes Mal zu Tim Hortons – das musste einfach sein. Ein Kaffee, ein Muffin, und ein stiller Abschied von meinem liebgewonnenen kanadischen Frühstücksritual.
Da es erst halb neun war und das Boarding erst gegen 10:30 Uhr begann, beschloss ich, die Zeit zu nutzen. Das Wetter war grau und nieselig, also ideal, um noch einmal auf Kameramission zu gehen – und ein Ladegerät finden.
Mit der SkyTrain fuhr ich Richtung Broadway, stieg in der Nähe des Rathauses aus und schlenderte durch die Straßen. Unterwegs entdeckte ich zufällig einen London Drugs – eigentlich nicht mein Ziel, aber der Laden hatte bereits geöffnet. Und das war mein Glück!
Drinnen fand ich eine kleine Foto-Abteilung, und ein unglaublich hilfsbereiter Mitarbeiter nahm sich meiner Sache an. Zwar hatte er kein Original-Canon-Ladegerät, aber er experimentierte so lange herum, bis wir gemeinsam eine funktionierende Lösung fanden. Das war typisch kanadisch: freundlich, pragmatisch, einfach hilfsbereit.
Mit dem Problem gelöst und deutlich erleichtert machte ich mich zu Fuß auf den Rückweg ins Hotel – laut Google Maps etwa 55 Minuten. Perfekt, um Vancouver noch einmal aus einer ruhigeren Perspektive zu erleben. Ich liebe solche Spaziergänge, bei denen man abseits der typischen Sehenswürdigkeiten einfach das Alltagsleben mitbekommt.


Zurück im Hotel schnappte ich meinen Koffer und machte mich auf zum Hafen. Ich war ehrlich gesagt ein bisschen nervös, weil ich im Vorfeld gelesen hatte, dass die Einschiffung in Vancouver wegen der amerikanischen Immigration besonders lange dauern kann.
Doch das Gegenteil war der Fall: alles war super organisiert.
1. Kofferabgabe: 60 Sekunden.
2. Passkontrolle: direkt im Anschluss.
3. Sicherheitscheck: schnell und freundlich – mit einem kleinen Lacher, als die Dame vor mir versuchte, einen Kochtopf im Handgepäck mitzunehmen (Spoiler: durfte sie nicht).
4. US Immigration: In meinem Fall exakt 90 Sekunden. Fingerabdrücke, zwei Fragen, fertig.
Insgesamt dauerte der gesamte Check-in 27 Minuten – und das trotz Rushhour am Vormittag. Princess Cruises hat das wirklich hervorragend organisiert.
An Bord bekam ich mein sogenanntes Medallion – das ist bei Princess die digitale Variante der Bordkarte. Damit öffnet man die Kabine, bezahlt, wird erkannt – und das alles automatisch. Beeindruckend, wie durchdigitalisiert hier alles ist.
Meine Kabine war bereits bezugsfertig, und kurz nach mir stand auch schon der Steward vor der Tür, stellte sich persönlich vor und erklärte mir alles – vom Fernseher über die Sicherheitsunterweisung bis zum Notfalltreffpunkt. Wirklich aufmerksam!
Beim ersten Rundgang durchs Schiff fiel mir direkt auf, dass sich alles anders anfühlt als bei AIDA. Vielleicht liegt’s am Stil – die Coral Princess ist deutlich klassischer, dunkler, fast schon ein bisschen nostalgisch eingerichtet. Es brauchte einen Moment, um sich zurechtzufinden. Und ja – sie riecht auch irgendwie anders. Nicht schlecht, aber… anders.





Noch bevor ich mich ausruhte, wollte ich wissen, wo ich das Auslaufen am besten erleben und filmen könnte. Meine Kabine lag steuerbordseitig – also mit Blick weg vom Hafen. Nicht ideal. Dafür entdeckte ich schnell, dass Princess ein anderes Konzept hat als AIDA: Die kompletten Heckdecks sind frei zugänglich. Kein Kabinendeck blockiert den Blick, und so fand ich dort meinen perfekten Platz für den Abschied aus Vancouver.
Als es losging, stand ich allein am Heck. Kein Mensch weit und breit. Etwas irritiert, bis ich herausfand, dass die meisten Gäste wohl bei der offiziellen Sail Away Party auf dem Oberdeck waren. Also genoss ich den Moment einfach für mich.
Und was für ein Moment das war! Pünktlich zum Auslaufen riss die Wolkendecke komplett auf, der Himmel leuchtete in kräftigem Blau, und die Sonne tauchte die Skyline in goldenes Abendlicht. Der Indian Summer brachte die Farben der Bäume zum Glühen, und im Hintergrund ragte plötzlich die schneebedeckte Silhouette des Mount Baker auf – ein aktiver Vulkan auf der US-Seite, wie mir ein kanadischer Mitreisender erklärte. Er meinte, dass es ein seltener Glücksfall sei, ihn so klar zu sehen.
Als wir den Hafen verließen, glitt die Coral Princess vorbei an den Fjorden, und diesmal konnte ich sogar den Howe Sound sehen, der mir in Whistler wegen der Wolken verwehrt geblieben war. Der Sonnenuntergang verwandelte den Himmel in Orange und Rosa – und als wäre das nicht genug, tauchten in der Ferne noch ein paar Wale auf, die uns ein Stück begleiteten.
Ein perfekter Abschied von Vancouver – ruhig, emotional, einfach magisch.
Und während das Schiff Kurs auf die Westküste nahm, dachte ich nur: Was für ein schöner Start in dieses neue Kapitel.






Ich habe die Ganztages-Tour nach Whistler über GetYourGuide* gebucht und war wirklich begeistert. Auf dem Weg legt man Stopps an der Sea to Sky Gondola, den Shannon Falls und dem Eagle View Point ein.
Weitere Ausflüge zum Stöbern*:
















Während meines Aufenthalts in Vancouver habe ich das Auberge Hotel kennengelernt und getestet. Hier findest du meine persönliche Empfehlung – von Budgetfreundlich bis Premium.
Waterfront und Hafennah – ideal für einen Städtetrip nach Vancouver
Das Auberge Hotel punktet mit seiner perfekten Lage direkt an der Waterfront und mitten in Downtown. Von hier aus erreichst du viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß, und auch die Canada Line liegt nur wenige Gehminuten entfernt. Die Zimmer sind sehr sauber, modern und hochwertig eingerichtet, und ich hatte sogar das Glück, ein Upgrade zu bekommen. Besonders angenehm war der freundliche und aufmerksame Service – man fühlt sich sofort willkommen. Trotz kleinerer Abstriche bei der Lautstärke würde ich jederzeit wieder hier übernachten.
Für 2 Nächte habe ich 332 EUR bezahlt.



Vancouver war für mich der perfekte Startpunkt für die Reise mit der Coral Princess – eine Stadt, die Großstadtflair und Natur auf beeindruckende Weise verbindet. Zwischen Skyline, Wasserflugzeugen und grünen Parks spürt man sofort dieses typisch kanadische Lebensgefühl: entspannt, freundlich und offen. Besonders gut gefallen hat mir, wie leicht man sich zurechtfindet – vieles ist fußläufig erreichbar, und mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt man schnell überall hin.
Der Stanley Park und die Waterfront sind absolute Highlights, und wer Zeit hat, sollte sich unbedingt einen Ausflug nach Whistler gönnen – die Landschaft unterwegs ist atemberaubend. Auch wenn der Jetlag anfangs noch etwas zu spüren war, hat sich Vancouver sofort nach „Urlaubsmodus“ angefühlt.
Einziger kleiner Minuspunkt: Die Stadt ist stellenweise recht laut, und der Kontrast zwischen wohlhabenden und ärmeren Vierteln fällt deutlich auf. Mit etwas Achtsamkeit lässt sich das aber gut umgehen.
Insgesamt bleibt Vancouver für mich eine dieser Städte, die man sofort wieder besuchen würde – lebendig, vielfältig und ein wunderbarer Auftakt für jede Kanada- oder Kreuzfahrtreise.
Gesamtergebnis
Perfekter Startpunkt für die Reise – reibungslos, vielfältig, entspannt.
Entdecker – Faktor
Whistler & Shannon Falls bringen echtes Kanada-Feeling.
Schlemmer-Potential
Tim Hortons & viele kleine Cafés – typisch kanadisch und lecker.
Chill-o-Meter
Freundliche Atmosphäre, ruhige Ecken, stressfreies Reisen.
Wow-Momente
Skyline, Berge, Auslaufen der Coral Princess.
Family & Co
Viel Natur, aber längere Wege für Kinder. Überall gibt es Spielplätze.
Easy Access
Vom Flughafen in 30 Minuten in der Innenstadt – unschlagbar.
Hier beantworte ich dir die häufigsten Fragen rund um Vancouver – von praktischen Infos bis hin zu meiner persönlichen Reiseplanung.
Die bequemste und günstigste Verbindung ist der SkyTrain (Canada Line). Er fährt direkt vom Flughafen Vancouver (YVR) in rund 25 Minuten bis Downtown, z. B. zur Station Waterfront oder Vancouver City Centre. Die Züge fahren tagsüber alle paar Minuten – ideal auch mit Gepäck.
Ein absolutes Highlight ist der Tagesausflug nach Whistler – unterwegs erwarten dich die beeindruckenden Shannon Falls und traumhafte Ausblicke entlang des Sea-to-Sky Highway. Ebenfalls lohnenswert: ein Besuch des Capilano Suspension Bridge Parks oder ein Abstecher nach Granville Island. Wer mehr Zeit hat, kann auch eine Wale-Watching-Tour ab der Waterfront unternehmen.
Ich empfehle, mindestens zwei bis drei Tage vorher anzureisen. So bleibt genug Zeit, um sich vom Jetlag zu erholen, die Stadt zu erkunden und stressfrei in die Kreuzfahrt zu starten. Viele Kreuzfahrtgäste kombinieren ihren Aufenthalt mit einem kleinen Städtetrip – ein perfekter Auftakt für die Reise.
Nicht unbedingt – denn es gibt bequeme Tagesausflüge mit Bus oder Minivan, die unterwegs mehrere Stopps einlegen, z. B. an den Shannon Falls. Wer lieber unabhängig unterwegs ist, kann natürlich auch selbst fahren (ca. 2 Stunden pro Strecke). Parken in Whistler ist meist kostenpflichtig, aber gut ausgeschildert.
Ein Daypass-Ticket vom Flughafen nach Downtown kostet aktuell umgerechnet etwa 10,50 EUR (inklusive Flughafenaufschlag). Die Fahrt ist kontaktlos mit Kreditkarte, Apple Pay oder Compass Card möglich.
Einmal im Monat nehme ich dich mit auf meine Reisen: Neue Kreuzfahrtgeschichten, Tipps für unterwegs und echte Meer-Momente.
Bitte bestätige jetzt noch deine Anmeldung über den Link, den ich dir gerade per E-Mail geschickt habe.
Erst danach kann ich dir den Newsletter zusenden.
Vancouver war ein Highlight auf meiner „Von Vancouver nach Los Angeles“ Reise. Wenn du mehr über die komplette Route erfahren möchtest, findest du hier den ganzen Reisebericht.
*Dieser Link ist ein Affiliate-Link. Wenn du über diesen Link einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen. Vielen Dank für deine Unterstützung!
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von GetYourGuide. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von amChart. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von MailerLite. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von hCaptcha laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen