Highway durch Westaustralien auf dem Camper-Roadtrip
eSIM Australien

eSIM Australien im Test: Airalo, Holafly, GigSky & Telekom

Ich habe vier eSIM-Lösungen für Australien getestet – vom Städtetrip bis zum 4.458-km-Roadtrip durchs Outback.
4 Anbieter getestet
6 Wochen Reise
4.458 km Roadtrip
Juni/Juli Test 2026
Vier Lösungen, sechs Wochen, ein Praxistest

Welche eSIM braucht man wirklich für Australien?

Vor meiner Australienreise habe ich ziemlich lange recherchiert, welche eSIM für mich die richtige ist. Airalo? Holafly? GigSky? Oder doch einfach Datenpakete über meine normale Telekom-SIM?

Ganz so einfach war die Entscheidung für mich nicht. Denn meine Reise bestand nicht nur aus Sydney, Perth und Cairns. Ich war 17 Tage mit dem Camper durch Westaustralien unterwegs, bis nach Karijini, später im Hinterland von Cairns, anschließend per Kreuzfahrtschiff in der Südsee und zum Abschluss in Singapur.

Ich wollte deshalb nicht nur wissen, welcher Anbieter auf dem Papier günstig ist. Mich hat vor allem interessiert: Habe ich auch dann noch Internet, wenn ich die Stadt verlasse?

Am Ende habe ich Airalo, Holafly und GigSky parallel ausprobiert und zusätzlich Datenpakete meiner Telekom-SIM genutzt. Und nach sechs Wochen ist mein Ergebnis etwas weniger eindeutig, als die Überschrift „beste eSIM Australien" vielleicht vermuten lässt.

Die eine perfekte eSIM habe ich nicht gefunden. Airalo, Holafly und GigSky waren bei der Netzabdeckung in meinem Test insgesamt erstaunlich ähnlich. Einen deutlichen Unterschied habe ich erst dort festgestellt, wo guter Empfang wirklich interessant wurde: in abgelegeneren Regionen. Dort hatte meine Telekom-SIM auf meiner Route deutlich häufiger noch Empfang.

Trotzdem würde ich beim nächsten Australien-Roadtrip nicht ausschließlich die Telekom nutzen – auf Dauer wäre mir das viel zu teuer.

Keine Lust, den ganzen Vergleich zu lesen?

So würde ich es beim nächsten Australien-Roadtrip machen:

  1. Eine Reise-eSIM als Allrounder – für Städte, touristische Regionen und normalen Datenverbrauch.
  2. Telekom als Backup – Datenpakete gezielt für abgelegene Regionen dazubuchen.
  3. Offline-Karten – weil selbst die beste Mobilfunklösung irgendwann kein Netz mehr hat.

Mein Fazit: Reise-eSIM + Telekom-Backup + Offline-Karten waren für meine Route die sinnvollste Kombination aus Kosten, Datenvolumen und Empfang.

Zum Zuschauen

Lieber anschauen statt lesen?

Im Video nehme ich dich mit auf meine Route durch Australien und zeige dir meine echten Erfahrungen und Empfangssituationen mit den verschiedenen eSIMs.

Video folgt in Kürze
Die Testkandidaten

Welche eSIMs habe ich in Australien getestet?

Ich habe während meiner Reise vier unterschiedliche Lösungen genutzt:

Airalo

Für meine Reiseroute fand ich besonders den Ozeanien-Tarif interessant, weil ich nach Australien noch mehrere Inseln im Südpazifik besucht habe.

Holafly

Kannte ich bereits von meiner Weltreise. An der Westküste habe ich die eSIM zunächst selbst bezahlt. Besonders interessant war für mich das unbegrenzte Datenvolumen und später der Regionaltarif.

GigSky

Wollte ich vor allem deshalb ausprobieren, weil der Anbieter nicht nur klassische Reise-eSIMs anbietet, sondern auch Lösungen für Kreuzfahrten bzw. die Nutzung auf See.

Telekom

Zusätzlich hatte ich meine normale deutsche Telekom-SIM im Smartphone und konnte darüber bei Bedarf Datenpakete für Australien buchen. Das wurde im Laufe der Reise noch ziemlich wichtig.

Transparenz zu den Kooperationen

Airalo und die Datenpakete der Telekom habe ich selbst bezahlt. Meine Holafly-eSIM habe ich an der Westküste zunächst ebenfalls selbst bezahlt; während der Reise kam Holafly auf mich zu, ab Cairns wurde mir die eSIM kostenlos zur Verfügung gestellt. GigSky hatte mich bereits einige Monate zuvor im Rahmen meiner Norwegenreise wegen einer möglichen Kooperation kontaktiert – für diesen Test wurde mir die eSIM kostenlos zur Verfügung gestellt.

Meine Erfahrungen und mein Fazit wurden dadurch nicht beeinflusst. Genau diese unabhängige Bewertung war für mich Voraussetzung für die Zusammenarbeit.

Affiliate-Hinweis: Einige Links in diesem Artikel sind Affiliate-Links. Wenn du darüber buchst, erhalte ich gegebenenfalls eine Provision. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.

Preisvergleich für 30 Tage

Was kosten eSIMs für Australien?

Die Preise der Anbieter lassen sich nur bedingt miteinander vergleichen, da sich Datenvolumen, Laufzeit und enthaltene Länder unterscheiden. Damit zumindest die Laufzeit identisch ist, habe ich für diesen Vergleich jeweils einen 30-Tage-Tarif betrachtet.

AnbieterPreisFür mich besonders interessant
Airalo66,00 €Ozeanien-Tarif
Holafly68,90 €Unlimited + Regionaltarif
GigSky74,90 €besonders interessant für Land + See
Telekomabhängig vom Datenpassfür mich vor allem als Backup
Preise und Tarifbedingungen: Stand Juli 2026. Verglichen wurden reguläre Preise ohne zeitlich begrenzte Rabattaktionen. Die Anbieter haben regelmäßig Sonderangebote, deshalb lohnt sich vor der Buchung ein aktueller Vergleich.
Mit meinem Code KURSAUFSMEER erhältst du 5 % Rabatt auf jede Holafly Reise-eSIM oder 10 % Rabatt auf Holafly Plans (erste 12 Monate).

Unlimited ist nicht automatisch Unlimited

Gerade bei eSIMs würde ich nicht nur auf den Preis schauen. Auch der Begriff „unbegrenztes Datenvolumen" verdient einen zweiten Blick.

Airalo bot zum Zeitpunkt meiner Reise beispielsweise einen Unlimited-Tarif an. In den Tarifbedingungen war das Highspeed-Datenvolumen allerdings auf 3 GB pro Tag begrenzt – danach wurde die Geschwindigkeit reduziert. Das muss kein Nachteil sein, man sollte nur wissen, was man kauft.

Vor der Buchung prüfen

Highspeed-Datenvolumen · mögliche Drosselung · Laufzeit · Hotspot/Tethering · enthaltene Länder · Fair-Use-Regelungen. Tarifbedingungen können sich ändern – Angaben hier: Stand Juli 2026.

Für meine Route wichtig

Ozeanien statt nur Australien

Meine Reise endete nicht in Australien. Nach Sydney ging es mit dem Kreuzfahrtschiff weiter nach Neukaledonien, Vanuatu und Fidschi, anschließend nach Singapur.

Deshalb waren für mich Regionaltarife besonders interessant. Airalo und Holafly boten entsprechende Lösungen für mehrere Länder meiner Reise an. Bei Holafly konnte ich mit dem passenden Regionaltarif zusätzlich Singapur abdecken – nicht in jedem Land eine neue eSIM suchen, installieren und konfigurieren zu müssen, war für mich ein echter Vorteil.

Wer Australien mit Neuseeland, der Südsee oder Asien kombiniert, sollte vor der Buchung schauen, ob ein Regionaltarif günstiger oder bequemer ist als mehrere einzelne eSIMs.

Perth Karijini Cairns Sydney Nouméa Lautoka Dravuni Island Singapur
Meine Route (schematisch): Perth → Karijini-Roadtrip → Cairns → Sydney → Nouméa → Lautoka → Dravuni Island → Singapur. Für meine Reise waren Regionaltarife besonders praktisch, weil nach Australien noch mehrere Länder folgten.
Ein Blick hinter die Kulissen

Warum haben verschiedene eSIMs überhaupt unterschiedlich guten Empfang?

Airalo, Holafly und GigSky betreiben in Australien kein eigenes Mobilfunknetz, sondern ermöglichen über Roamingvereinbarungen Zugang zu lokalen Netzen. Auch meine deutsche Telekom-SIM verbindet sich über Roaming mit einem australischen Partnernetz.

Nicht jede SIM hat zwangsläufig Zugang zu denselben lokalen Netzen. In Perth oder Sydney merkt man davon meist nichts – dort funktionierte bei mir alles problemlos. In abgelegeneren Regionen kann der jeweilige Netzzugang plötzlich darüber entscheiden, ob noch Empfang da ist oder nicht. Genau das habe ich auf meiner Reise mehrfach erlebt.

Ganz konkret heißt das: Jeder Anbieter handelt eigene Roamingverträge mit einem oder mehreren australischen Netzbetreibern aus – und diese Verträge sind nicht bei allen Anbietern identisch. Meine Vermutung nach dem Test: Die Telekom hat einfach das umfassendere bzw. teurere Roamingpaket eingekauft, das Zugriff auf ein Netz mit besserer Flächenabdeckung außerhalb der Städte ermöglicht. Bei den günstigeren Reise-eSIMs scheint der Vertrag eher auf gute Stadtabdeckung ausgelegt zu sein, in der Fläche dann aber schneller auszusetzen.

In Großstädten wie Perth oder Sydney merkt man davon nichts, weil dort ohnehin jedes Netz gut ausgebaut ist. Erst außerhalb wird sichtbar, wessen Roamingvertrag mehr hergibt.

Mein Praxistest

Mein eSIM-Praxistest in Australien

Und damit kommen wir zu dem Teil, der für mich viel interessanter war als Tarifbeschreibungen und theoretische Netzabdeckung: Was ist auf meiner tatsächlichen Route passiert?

Perth: ehrlich gesagt ziemlich langweilig

Mein Australien-Abenteuer begann in Perth – und für meinen eSIM-Test war Perth unspektakulär. Airalo, Holafly, GigSky und Telekom funktionierten alle problemlos, bei der normalen Nutzung konnte ich keine relevanten Unterschiede feststellen.

Für einen klassischen Städtetrip nach Perth würde ich den Anbieter deshalb nicht nach Netzabdeckung auswählen, sondern nach Preis und Datenvolumen.

Perth Skyline

Westaustralien: Ab Kalbarri wurde es interessant

Nach Perth ging es mit dem Camper Richtung Norden – am Ende standen 4.458 Kilometer auf dem Tacho, über Kalbarri und Coral Bay bis nach Karijini und zurück.

Innerhalb der größeren Orte hatte ich normalerweise mit allen Anbietern Empfang. Sobald ich die Orte verlassen habe, sah das anders aus. Besonders ab Kalbarri und weiter Richtung Norden wurde der Empfang deutlich dünner. Zwischen Airalo, Holafly und GigSky konnte ich dabei keinen grundsätzlich besseren Anbieter identifizieren.

Bei der Telekom sah das anders aus: Auf meiner Route hatte ich damit deutlich häufiger noch Empfang, während die Reise-eSIMs bereits kein Netz mehr angezeigt haben.

Einsamer Highway in Westaustralien
Auf langen Strecken außerhalb der Orte hatte ich mit der Telekom häufiger noch Empfang.
Wichtige Einordnung

Heißt das, die Telekom hat in Australien immer den besten Empfang? Nein. Ich habe keinen flächendeckenden Netztest durchgeführt – meine Erfahrungen beziehen sich ausschließlich auf meine Route im Juni und Juli 2026. Auf den von mir bereisten Strecken hatte ich mit der Telekom allerdings deutlich häufiger noch Empfang als mit Airalo, Holafly oder GigSky.

Karijini: Irgendwann hilft auch die beste eSIM nichts

Dort wurde aus meinem Netzvergleich irgendwann ein ziemlich einfaches Ergebnis: Kein Netz ist kein Netz. Teilweise hatten wir mit keiner unserer Lösungen Empfang – auch die Telekom konnte daran nichts ändern.

Für mich eines der wichtigsten Learnings der ganzen Australienreise: Wer einen Roadtrip durch abgelegenere Regionen plant, sollte sich niemals ausschließlich auf mobiles Internet verlassen.

Karijini Nationalpark Landschaft
Vor dem Outback unbedingt offline speichern

Offline-Karten herunterladen · Hotel- und Campingplatzadressen speichern · Buchungsbestätigungen offline verfügbar machen · wichtige Telefonnummern speichern · Informationen zu geplanten Wanderungen vorab herunterladen. Denn auch ein Backup hilft nicht, wenn schlicht kein Mobilfunknetz vorhanden ist.

Cairns und Port Douglas: wieder kaum Unterschiede

Airalo, Holafly und GigSky funktionierten bei mir im normalen Alltag, auch Richtung Port Douglas, abgesehen von einzelnen Funklöchern unterwegs. Für eine klassische Reise rund um Cairns und Port Douglas hätte ich deshalb auch hier keinen klaren Favoriten aufgrund der Netzabdeckung.

Küstenstraße Richtung Port Douglas

Richtung Chillagoe: Und plötzlich war die Telekom wieder da

Spannender wurde es, als ich von Cairns ins Landesinnere gefahren bin – die Route führte über Mareeba Richtung Chillagoe. Je weiter ich mich von Cairns entfernte, desto dünner wurde wieder der Empfang. Spätestens hinter Mareeba zeigte sich ein ähnliches Bild wie zuvor in Westaustralien: Mit der Telekom hatte ich auf meiner Route deutlich häufiger noch Empfang.

Damit war für mich klar, dass meine Erfahrungen an der Westküste zumindest auf meiner Reise kein einmaliges Phänomen waren.

Landschaft Richtung Chillagoe
Mein Anbietervergleich

Airalo, Holafly oder GigSky: Wer war am besten?

Bei der Netzabdeckung: für mich Gleichstand. Airalo, Holafly und GigSky waren in meinem Praxistest insgesamt ähnlich – keiner der drei Anbieter war über die gesamte Reise hinweg so deutlich besser, dass ich ihn allein deswegen empfehlen würde. Unterschiede gab es für mich eher bei Tarifen, Datenvolumen und Handhabung.

Meine Erfahrungen mit Airalo

Airalo hat bei mir grundsätzlich genauso funktioniert wie Holafly und GigSky. Einen Punkt würde ich beim nächsten Mal genauer beobachten: den Datenverbrauch. Mir ist mit Airalo das ein oder andere Mal das gebuchte Datenvolumen ausgegangen – einmal, weil ich vergessen hatte, die iCloud-Fotosynchronisierung über mobile Daten auszuschalten.

Bei einer Begleitperson auf meiner Reise war die Situation etwas merkwürdiger: Bei einem Airalo-Tarif mit festem Datenvolumen war zweimal innerhalb kürzester Zeit das Volumen aufgebraucht, obwohl die entsprechenden Synchronisierungen deaktiviert waren. Woran das lag, konnten wir nicht nachvollziehen – ich möchte Airalo deshalb keine falsche Abrechnung unterstellen, es ist schlicht eine Erfahrung, die wir gemacht haben.

Plus funktionierte grundsätzlich zuverlässig, Regionaltarif praktisch.
Beachten Datenverbrauch im Blick behalten, bei Unlimited genau auf die Bedingungen schauen.
Aktuelle Airalo-Tarife ansehen *
Meine Erfahrungen mit Holafly

Bei Holafly muss ich mir über mein Datenvolumen weniger Gedanken machen – ich nutze unterwegs deutlich mehr Daten als jemand, der nur Google Maps und WhatsApp braucht. Bei der Netzabdeckung konnte ich dagegen keinen Vorteil gegenüber Airalo oder GigSky feststellen.

Besonders in Singapur zeigte mein Smartphone teilweise vollen Empfang, trotzdem waren die Ladezeiten extrem langsam – ein gutes Beispiel dafür, dass volle Empfangsbalken nicht automatisch schnelles Internet bedeuten.

Plus Unlimited für meine Nutzung angenehm, Regionaltarife sehr praktisch.
Beachten guter angezeigter Empfang bedeutet nicht zwangsläufig hohe Geschwindigkeit.
Holafly selbst ausprobieren?

Wenn Unlimited zu deiner Nutzung passt, kannst du dir hier die aktuellen Australien- bzw. Regionaltarife ansehen.

Holafly Tarife ansehen *

Mit meinem Code KURSAUFSMEER bekommst du 5 % Rabatt auf jede Reise-eSIM oder 10 % Rabatt auf Holafly Plans (erste 12 Monate).

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Wichtig: Meine Empfehlung für Holafly basiert nicht auf einer besseren Netzabdeckung – die konnte ich gegenüber Airalo und GigSky nicht feststellen. Für mich persönlich passt vor allem das Tarifmodell mit viel bzw. unbegrenztem Datenvolumen.

Meine Erfahrungen mit GigSky

Auch GigSky hat bei mir an Land funktioniert, bei der Netzabdeckung ohne dauerhaften Unterschied zu Airalo oder Holafly. Ich hatte allerdings das ein oder andere Mal Schwierigkeiten bei der Aktivierung.

Die eigentliche Stärke von GigSky liegt für mich an anderer Stelle: Kreuzfahrten. GigSky bietet Tarife, mit denen sich die Nutzung an Land und auf See kombinieren lässt. Wer Australien mit einer Südsee-Kreuzfahrt verbindet, muss deshalb nicht zwangsläufig eine Reise-eSIM für Land und zusätzlich ein Internetpaket der Reederei buchen. Wie gut GigSky bei mir auf See tatsächlich funktioniert hat, betrachte ich separat in einem eigenen Artikel.

Plus an Land vergleichbar mit Airalo und Holafly, für Kreuzfahrt-Reisende besonders interessantes Konzept.
Beachten vereinzelt Schwierigkeiten bei der Aktivierung.
Aktuelle GigSky-Tarife ansehen *
Und die Telekom? Beste Abdeckung – trotzdem nicht meine alleinige Lösung

Wenn ich ausschließlich nach der Netzabdeckung entscheiden müsste, wäre mein persönlicher Sieger die Telekom. Gerade auf den langen Strecken in Westaustralien und im Hinterland von Cairns hatte ich damit wesentlich häufiger noch Empfang, auch die Ladegeschwindigkeit war oft besser.

Der entscheidende Nachteil ist der Preis: Sechs Wochen ausschließlich über Telekom-Datenpässe abzudecken, wäre für mich keine sinnvolle Lösung. Ich würde sie deshalb gezielt als Backup einsetzen, nicht als alleinige Lösung.

Meine Strategie

So würde ich es beim nächsten Australien-Roadtrip machen

Nach sechs Wochen und vier getesteten Lösungen würde ich beim nächsten Mal gar nicht mehr versuchen, die eine perfekte eSIM zu finden. Ich würde kombinieren.

1
Eine Reise-eSIM als Allrounder

Für den normalen Reisealltag würde ich Airalo, Holafly und GigSky anhand der aktuellen Tarife vergleichen: benötigtes Datenvolumen, Reisedauer, weitere Länder, Regionaltarife, aktueller Preis. Für meine persönliche Nutzung würde ich vermutlich wieder zu einer Unlimited-Lösung tendieren.

2
Telekom nur dann, wenn ich sie brauche

Meine deutsche SIM würde ich als Backup behalten. Geht es mehrere Tage in abgelegenere Regionen, würde ich gezielt einen passenden Datenpass buchen – so bezahle ich den höheren Preis nicht während der gesamten Reise.

3
Offline-Karten – egal welche eSIM ich buche

Das ist für mich inzwischen nicht verhandelbar. Denn Karijini hat ziemlich deutlich gezeigt: Irgendwann haben einfach alle kein Netz mehr.

Meine eSIM-Strategie für Australien
  • Städtetrip: Airalo, Holafly und GigSky nach Preis und Datenvolumen vergleichen.
  • Roadtrip: Reise-eSIM + Backup für abgelegene Regionen.
  • Vielnutzer: Unlimited-Tarife prüfen – aber Fair-Use-Bedingungen lesen.
  • Australien + Südsee: Regionaltarif kann deutlich bequemer sein.
  • Australien + Kreuzfahrt: GigSky wegen der Kombination aus Land und See mit in den Vergleich nehmen.
  • Meine persönliche Kombination: Reise-eSIM + Telekom-Backup + Offline-Karten.
Achtung Datenfresser: Diese Einstellungen würde ich vor der Reise prüfen

Ausgerechnet mein Airalo-Erlebnis hat mir noch ein ganz anderes Learning beschert: Nicht immer ist die eSIM schuld, wenn das Datenvolumen plötzlich weg ist – bei mir war es die iCloud-Fotosynchronisierung.

Vor einer Reise mit begrenztem Datenvolumen würde ich kontrollieren: iCloud Fotos über mobile Daten · Google Fotos · automatische Cloud-Backups · App-Updates über mobile Daten · automatische Downloads · datenintensive Apps · persönlicher Hotspot · Offline-Karten bereits im WLAN herunterladen.

Meine Antwort

Welche eSIM würde ich für Australien empfehlen?

Es kommt darauf an, wie du reist. Für eine Städtereise nach Sydney, Perth oder Cairns würde ich Airalo, Holafly und GigSky nach Preis und Datenvolumen vergleichen – bei der Netzabdeckung konnte ich zwischen den dreien in Städten keinen relevanten Unterschied feststellen.

Für einen Roadtrip in abgelegenere Regionen würde ich mich nicht ausschließlich auf eine Reise-eSIM verlassen – auf meiner Route war die Telekom hier deutlich zuverlässiger. Für meine persönliche Nutzung würde ich als Haupt-eSIM vermutlich wieder einen Unlimited-Tarif wählen.

Die eierlegende Wollmilchsau habe ich trotzdem nicht gefunden. Vielleicht ist genau das mein wichtigstes Fazit aus diesem Test: Nicht die eine eSIM muss alles können. Die Kombination muss zu deiner Reise passen.

Bianca von kursaufsmeer.de
Bianca · kursaufsmeer.de

Ich habe wirklich versucht, einen eindeutigen Testsieger zu finden – aber ehrlicherweise gibt es ihn nicht. Auf meiner Route hat sich die Kombination aus Reise-eSIM, Telekom-Backup und Offline-Karten am besten bewährt, und genau die würde ich auch beim nächsten Australien-Trip wieder wählen.

„Nicht die eine eSIM muss alles können – die Kombination muss zu deiner Reise passen."
Reisezeitraum: Juni/Juli 2026 · getestet auf Perth, Westaustralien-Roadtrip, Cairns-Hinterland
Häufige Fragen

FAQ – eSIM für Australien

In meinem Praxistest gab es zwischen Airalo, Holafly und GigSky bei der allgemeinen Netzabdeckung keinen eindeutigen Sieger. In Städten wie Perth und Cairns funktionierten alle drei problemlos. In abgelegeneren Regionen hatte ich auf meiner Route mit der Telekom deutlich häufiger Empfang.

Ja, Airalo hat auf meiner Reise grundsätzlich funktioniert. In größeren Städten und touristischen Regionen hatte ich keine nennenswerten Probleme. Bei Tarifen mit begrenztem Datenvolumen würde ich allerdings den Datenverbrauch des Smartphones genau kontrollieren.

Holafly funktionierte bei mir in Australien grundsätzlich zuverlässig. Besonders angenehm fand ich das unbegrenzte Datenvolumen. Bei der Netzabdeckung konnte ich allerdings keinen grundsätzlichen Vorteil gegenüber Airalo oder GigSky feststellen.

Ja. An Land war GigSky bei meiner Nutzung hinsichtlich der Netzabdeckung mit Airalo und Holafly vergleichbar. Besonders interessant finde ich GigSky für Reisende, die Australien mit einer Kreuzfahrt verbinden.

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Die Netzabdeckung hängt von Region und verfügbarem Partnernetz ab. Auf meiner Route durch Westaustralien und im Hinterland von Cairns hatte ich mit meiner Telekom-SIM häufiger Empfang als mit den getesteten Reise-eSIMs. In Teilen von Karijini hatte allerdings keine meiner Lösungen Empfang.

Nicht unbedingt. Für Google Maps, WhatsApp und gelegentliche Internetrecherche kann ein begrenztes Datenpaket vollkommen ausreichen. Wer viel Social Media nutzt, Videos schaut oder größere Datenmengen verarbeitet, kann von einem Unlimited-Tarif profitieren. Dabei unbedingt die Fair-Use-Regelungen beachten.

Ja. WhatsApp kann grundsätzlich weiterhin mit der bisherigen Telefonnummer genutzt werden, auch wenn die mobilen Daten über eine Reise-eSIM laufen.

Bei vielen modernen Dual-SIM-Smartphones ja. So kann beispielsweise eine Reise-eSIM für mobile Daten genutzt werden, während die deutsche SIM weiterhin aktiv bleibt. Vor der Reise sollte geprüft werden, welche Dual-SIM-Funktionen das eigene Smartphone unterstützt.

Für einen Roadtrip würde ich sie unbedingt empfehlen. In abgelegenen Regionen kann es unabhängig vom Anbieter Funklöcher geben. In Karijini hatte ich teilweise mit keiner meiner Lösungen Mobilfunkempfang.

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